Photo of Rphc Records

R.P.H.C. RECORDS [is sleeping]'s Blog

  • 24.04.2010 EMBRACE DESTRUCTION, MY CITY BURNING, SUPERIOR & STRENGTH @ Maxus/ Gladbeck

  • LAVATCH im "Kölner Stadt-Anzeiger"

    Die Wut, die von Herzen kommt

    Von Christian Leinweber, 17.02.10, 14:29h

    Die Band Lavatch spielt einen modernen, höchst metallischen Hardcore-Rock. Die Texte der fünf Musiker handeln von der Verantwortung des Einzelnen und dem kritischen Umgang mit Themen wie Rechtsradikalismus.

    Die Band Lavatch (Bild: Max Grönert)
    Lavatch
    Bild verkleinern
    Die Band Lavatch (Bild: Max Grönert)
    Köln - „Willst du immer ein frecher, verleumderischer Schelm bleiben?“, fragt die Gräfin in Shakespeares Komödie „Ende gut, alles gut“ den Narren Lavatch. Doch der hält sich für einen Propheten: „Ich rede die Wahrheit, ohne Umschweife“, sagt er. Das möchte auch die Kölner Hardcore Band Lavatch: mit Texten über die Verantwortung des Einzelnen in der Gesellschaft und einen noch kritischeren Umgang zum Beispiel mit Rechtsradikalismus und Alkohol am Steuer: „Wir wollen, dass die Leute sich zu bestimmten Themen Gedanken machen“, sagt Marco Kathage (27), Sänger und Texter der Band. Die Aggression des Hardcore sieht er nicht als bloßes Stilmittel, sondern als adäquaten Ausdruck seiner Wut über soziale und politische Missstände.

    Den musikalischen Unterbau für Kathages Gesellschaftskritik liefern die Gitarristen Robert Weis (25) und Jochen Becker (31), Schlagzeuger Jannis Meyer und Bassist und Background-Sänger Ihsan Sönmezoglu (20), der „das Rumkrakeelen noch unterstreicht“, wie Kathage betont. Im Jahr 2005 haben sich Lavatch gegründet, seit zwei Jahren spielen sie in dieser Besetzung, und mit „Polygraph“ (Lügendetektor) haben sie nun ihr erstes Album am Start.

    Auch wenn das Werk kein traditionelles Konzeptalbum ist, es gibt einen roten Faden: die alltäglichen Lügen, ob im Fernsehen, in der Politik oder im Privatleben. Im Titelsong schreit Marco Kathage: „To all the liars who get lost in their lives: you better hold your tongue“ (An all die Lügner, die sich in ihrem Leben verlieren: Ihr haltet besser den Mund). Eine klare Ansage, die Kathage im Übrigen auch an sich selbst richtet - der Text hat einen autobiografischen Hintergrund: „Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich sehr viel gelogen und dadurch einer Person sehr wehgetan habe. Wir sind eben keine besseren Menschen, sondern bauen alle genauso viel Mist wie andere auch.“
    Begleitet wird Kathages Gesang, eindringlich wie das heisere Schreien einer Flex, von donnernden Bassläufen, rasiermesserscharfen Gitarrenriffs und vertrackter Rhythmik. Düstere Melodien fließen in das Klangbild ein, Vorboten drohenden Unheils. Dann wieder Eruption, Chaos, die Wut im Bauch. Lavatch gehen mit gewaltiger Energie zu Werke, die fasziniert, aber auch fordert. „Polygraph“ ist kein leichter Hörgenuss. Bei den Inspirationsquellen der Band verwundert das nicht. Kathage: „Unser Haupteinfluss ist der jeweils persönliche Geschmack aller Lavatch-Mitglieder, Konsens herrscht bei amerikanischen Hardcore Bands wie Every Time I Die und Converge. Diese Gruppen sind auf ihre Art einzigartig, und das ist Musik, die uns inspiriert.“ Als weitere Referenzen könnte man US-Bands wie Norma Jean und Snapcase anführen, die mit ihrem 1997 veröffentlichten Album „Progression Through Unlearning“ einen Meilenstein im metallischen Hardcore ablieferten.

    Da heranzureichen ist natürlich schwer, aber Lavatch machen das Beste aus ihren Einflüssen, sie wollen keinen Abklatsch liefern, sondern eine eigene Musik herstellen. Die Songs entstehen im Proberaum, die Ideen dazu liefert meistens die Saitenfraktion. „Wir versuchen dann alle zusammen, einen Konsens zu finden“, sagt Sönmezoglu. Streitpunkte gibt es zwar, aber die gehören zum kreativen Prozess dazu. Becker: „Was die Songs angeht, hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Aber wenn man aus den besten Elementen etwas zusammenbaut, dann sind alle damit zufrieden.“
    Diese Arbeitsweise hört man den elf Songs des Albums an: Zielgenau wie ein Axthieb und auf das Wesentlichste reduziert zelebrieren Lavatch eine 38-minütige Hardcore-Apokalypse. Aufgenommen wurde „Polygraph“ im Troisdorfer Bluebox Studio. Und mit Haris Resics R.P.H.C. Records fand die Band wohl auch das geeignete Label. Kathage: „Für Haris ist Hardcore Musik, die vom Herzen kommt, egal ob alte oder neue Schule. Daher fühlen wir uns auf dem Label auch sehr wohl.“ Zufrieden sind sie auch mit ihrem selbst gedrehten Video zum Song „Polygraph“. Auch hier gilt: klare Ästhetik, kein Schnickschnack. Die Band spielt live in einem kargen Raum, die brachiale Wucht des Songs wird durch die schnellen Schnitte optisch noch verstärkt.

    Präsenz zeigen Lavatch aber nicht nur mit Album und Clip: Rund 40 Auftritte haben sie im vergangenen Jahr absolviert und dabei mit Szenegrößen wie den Schweden Raised Fist und den Amerikanern Horse The Band die Bühne geteilt. Auch für 2010 haben die Jungs, deren Berufe vom Maschinenbaustudenten bis zum Einzelhandelskaufmann reichen, weitere Konzerte geplant. Vielleicht sogar eine komplette Tour; aber wann, steht noch nicht fest. Fest steht, dass Lavatch dieses Jahr noch „etwas Kleines“ unters Volk bringen wollen: Das riecht nach EP.

    Ob sie nun verleumderische Schelme oder Propheten sind, liegt wohl im Auge des Betrachters. Dass Lavatch großartige Musiker sind, dürfte hingegen unbestritten sein. Mit „Polygraph“ hat die Band jedenfalls ein grandioses Werk modernen Hardcore abgeliefert.

    Link: http://www.ksta.de/html/artikel/1264185857384.shtml
  • CROSSED THE LINE Album mit DIN A2-Poster für 10€

  • +++ 16.01.2010 CROSSED THE LINE Release-Show w/ ALL FOR NOTHING, GO FOR IT!, DFYH @ Maxus/ GLA

    Anfang 2010 werden die Belgier CROSSED THE LINE (ex-Die My Demon/ ex-Retaliate) ihr erstes Full Length über R.P.H.C. RECORDS veröffentlichen. Hierfür laden wir am 16.01.2010 einige Freunde ein, um euch allen ein entsprechend gutes Line-Up anzubieten.
    ALL FOR NOTHING aus den Niederlanden um Sängerin Cindy, die unter anderem die letzten beiden Jahre auf der PERSISTENCE TOUR im Ruhrpott zu bestaunen waren, spielen an diesem Abend den Headliner-Slot. Ihr neues Album "Miles & Memories"(GSR MUSIC) und neuen Merch werden sie mit im Gepäck haben.
    Den lokalen Support im Gladbecker Maxus werden GO FOR IT! (R.P.H.C. RECORDS) und DIE FOR YOUR HONOR (MASSIVE BLOODSHED RECORDS) übernehmen.


    ALL FOR NOTHING (NL)
    www.myspace.com/allfornothingnl

    CROSSED THE LINE - R.P.H.C. Release-Show (BE)
    www.myspace.com/ctlcrew

    GO FOR IT!
    www.myspace.com/goforithardcore

    DIE FOR YOUR HONOR
    www.myspace.com/dieforyourhonor


Login

Forgot password?

Need an account? Sign up